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Auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

Die Stadt Zürich will eine hohe Lebensqualität bei weniger Energieverbrauch. Energieforschung Stadt Zürich ist anwendungsorientierte Forschung an der Nahtstelle von sozialwissenschaftlicher Forschung und der Anwendung von neuen oder bestehenden Effizienztechnologien, welche im städtischen Kontext besonders interessant sind.

 

Im Auftrag von ewz betreiben private Forschungs- und Beratungsunternehmen sowie Institute von Universität und ETH Zürich anwendungsorientierte Forschung für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

 

Geforscht wird zurzeit in den Themenbereichen Haushalte und Gebäude.

 

 

Aktuelles

 

 

Personalrestaurant-Wettbewerb, mit Nachmessung (FP-1.15): Dieses Feldexperiment untersuchte, welche Interventionen in Personalrestaurants zur Reduktion der CO2- und Umweltbelastungen aus der Ernährung besonders wirksam sind. Dazu traten sechs Personalrestaurants von städtischen Betrieben in einem Wettbewerb gegeneinander an. Sie trafen verschiedene Massnahmen, um einerseits die durchschnittliche Umweltbelastung pro Hauptmahlzeit zu reduzieren und andererseits ihre Gäste zur Wahl besonders umweltschonender Menüs zu motivieren. Der Wettbewerb fand Ende 2017 statt. Das ewz Personalrestaurant in Oerlikon, welches durch die SV Group betrieben wird, konnte die CO2-Emissionen pro Menu um 42% reduzieren – obwohl das Angebot bereits relativ klimaschonend war. Alle Betriebe haben im Durchschnitt die CO2 -Belastung pro Menu um 19% reduziert und konnten so während der Wettbewerbsdauer von 8 Wochen gemeinsam rund 9 Tonnen CO2 einsparen. Ein halbes Jahr nach dem Wettbewerb wurde eine Nachmessung vorgenommen, um die nachhaltige Wirkung ohne weitere Massnahmen auf der Nachfrageseite zu ermitteln. Während der sechswöchigen Nachmessung konsumierten die Gäste in den Personalrestaurants Menus, die im Vergleich zu den Werten vor dem Wettbewerb durchschnittlich 9% weniger CO2 enthielten. Damit wurde knapp die Hälfte des im Wettbewerb gemessenen Effekts auch in der Nachmessung nachgewiesen. Das Projektteam hat Empfehlungen für eine Strategie zur Verstetigung und Verbreitung des Konzepts erarbeitet.
Publikation: November 2018

Bericht zur Nachmessung

Dokumente zur Hauptstudie: Zusammenfassung, Vollständiger Bericht, Fernsehbeitrag

 

 

Analyse von freiwilligen Angeboten und Bewegungen mit Bezug zu suffizientem Verhalten (FP-1.18): Das Projektteam untersuchte freiwillige Angebote und Bewegungen in Schweizer Städten und in strukturell vergleichbaren Städten im Ausland, welche suffizientes Verhalten begünstigen, indem sie ressourcen-leichtere Handlungsalternativen bereitstellen, respektive den Zugang dazu erleichtern. Das Projekt hat gezeigt, dass in Zürich und den Vergleichsregionen, eine vielfältige Landschaft an freiwilligen Angeboten und Initiativen existiert. Die Sichtbarkeit und Vernetzung dieser Initiativen, sowie ihre gemeinsame Interessenvertretung gegen aussen ist in Zürich, im Vergleich zur Westschweiz, jedoch weniger stark ausgeprägt. Eine grosse Hebelwirkung sieht das Forschungsteam im Aufbau und der bedürfnisorientierten Unterstützung von Netzwerken, Plattformen und Dachverbänden, um die Vielfältigkeit und Dichte an Angeboten und Initiativen zu pflegen und zu erweitern. Es zeigte sich zudem, dass eine Klärung der politischen Legitimität der Förderung freiwilliger Angebote und Initiativen mit Bezug zu Suffizienz anzustreben ist. Diese Klärung könnte durch die Erarbeitung und Umsetzung eines entsprechenden Förderkonzepts erreicht werden.

Publikation: Oktober 2018

Dokumente: Zusammenfassung, Vollständiger Bericht

 

 

Energetische Gebäudesanierungen fördern - Der Clusteransatz (FP-2.3.9): Die Erfahrungen aus den vier Clusterprojekten im Themenbereich Gebäude der Periode 2014 bis 2017 wurden in Form eines Methodenhandbuchs und eines Videos aufbereitet. Diese fassen die theoretischen wie praktischen Erfahrungen zusammen und halten diese in einer praxisorientierten, einfach verständlichen Form fest. Grundlage dazu bot der im Synthesebericht modifizierte Interventionsansatz, die bestehenden Projektdokumentationen und Begleitevaluationen sowie ausgewählte Gespräche mit den Verantwortlichen der Clusterprojekte. Mit dem Handbuch und dem Video werden ausgewählte Aktivitäten von Energieforschung Stadt Zürich im Gebäudebereich einem breiten Publikum näher gebracht.
Publikation: August 2018

Dokumente: Handbuch

 

Link: Video Clusteransatz (kurz, 1:45min)

Link: Video Clusteransatz (lang, 4:30min)

Probleme mit dem Video-Format?

 

 

Vorstudie: Umwelt-Fussabdruck Ernährung der Stadt Zürich (FP-1.19): Die Vorstudie beabsichtigte eine Aktualisierung und Vertiefung der Ökobilanz-Grundlagen zum Bereich Ernährung in der Stadt Zürich gegenüber den Ergebnissen des Forschungsprojekts FP-1.1. Der neu ausgewiesene Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen liegen rund 18% bzw. 10% unter den bisherigen Werten, was primär auf verbesserte Datengrundlagen zurückzuführen ist. Die Relevanz der Ernährung für die Bilanz der Stadt Zürich ist aber mit ca. 1000 Watt bzw. 1.8 t CO2 pro Einwohner/in weiterhin hoch.

Die aktualisierten Daten zum Fussabdruck Ernährung der Stadt Zürich zeigen die Datengrundlagen, die Aufschlüsselung auf Nahrungskategorien und die Unterschiede zwischen der Stadt Zürich und dem Schweizer Durchschnitt. Die um 8 % höhere konsumierte Nahrungsmittelmenge pro Person in der Stadt Zürich gegenüber der gesamten Schweiz dürfte hauptsächlich auf demographischen Unterschiede zurückzuführen sein.

Publikation: Juni 2018

Dokumente: Bericht

 

 

Vorprojekt: Analyse der Verkehrsmittelwahl von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Zürich mit Fokus auf die Velonutzung (FP-1.20): Das Vorprojekt erarbeitete erste Grundlagen für mögliche Massnahmen zur Förderung des Velofahrens von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Zürich. Zum einen wurde die Entwicklung der Velonutzung von Kindern und Jugendlichen durch eine deskriptive Datenauswertung des Mikrozensus Mobilität und Verkehr analysiert. Zum anderen wurden anhand einer Literatur- und Dokumentenanalyse die Faktoren untersucht, die die Velonutzung von Kindern und Jugendlichen massgeblich beeinflussen. Dies sind Sicherheit/Infrastruktur, Bequemlichkeit, soziale Dynamik, Möglichkeiten und Umweltargumente. Die Studienautoren halten fest, dass die Stadt Zürich eine sehr breite Palette an Massnahmen zur Förderung der Velonutzung bei Kindern und Jugendlichen vorgesehen und teilweise schon umgesetzt hat. Es sei bedeutend, dass mit den geplanten Infrastrukturmassnahmen möglichst baulich abgetrennte und durchgehende Velowege umgesetzt werden. 
Publikation: Juni 2018

Dokumente: Bericht

 

 

Rolle der Immobilienbewirtschaftenden bei energetischen Erneuerungen im Stockwerkeigentum (FP-2.10): Bei der Planung und Durchführung von Erneuerungsmassnahmen kommen BewirtschafterInnen der Stockwerkeigentümerschaften (STWEG) eine zentrale Funktion zu. BewirtschafterInnen weisen sich mehrheitlich eine bedeutende Rolle bei der Sanierung von Stockwerkeigentum zu. Bei über 80 Prozent der Verwaltungen sind die baulich-technische Bewirtschaftung und die Planung der Sanierungsarbeit Teil ihres Dienstleistungsangebots. Aus Sicht der BewirtschafterInnen wird eine gute Informationsarbeit mit den STWEG als der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Planung und Durchführung einer Sanierung betrachtet. Die Forschenden haben zusammen mit ExpertInnen aus der Immobilienbewirtschaftung und dem Energiebereich einen Leitfaden entwickelt. Dieser gibt konkrete Ratschläge mit praktischen Tipps, wie Erneuerungsprozesse durch die BewirtschafterInnen erfolgreich begleitet werden können.
Publikation: Juni 2018

Dokumente: Zusammenfassung, Vollständiger Bericht

 

 

Erneuerungscluster Top 100 ohne Portfoliostrategie & Begleitforschung (FP-2.3.5): Der Erneuerungscluster «Top 100 ohne Portfoliostrategie» besteht aus grossen privaten Immobilieneigentümerschaften der Stadt Zürich, die bisher über keine Portfoliostrategie für die Entwicklung und Sanierung ihres Gebäudebestandes verfügen. Die am Projekt Teilnehmenden sollten motiviert werden, ein eigenes Nachhaltigkeitsziel für ihr Immobilienportfolio zu formulieren und an der Umsetzung des Ziels zu arbeiten. Am Prozess haben sich insgesamt 12 Eigentümerschaften beteiligt. Über diese konnte das Projekt ein Portfolio von rund 4’200 Wohnungen erreichen. Es zeigte sich, dass viele Schwierigkeiten im Bewilligungsprozess mit den Behörden aus Missverständnissen entstehen bzw. daher rühren, dass die Teilnehmenden zu wenig Wissen über die städtischen Prozesse und Unterstützungsangebote haben. Zudem hat sich die Selektion der Zielgruppe anhand des Kriteriums des Vorhandenseins einer Portfoliostrategie als nicht zielführend herausgestellt. Eine breitere Selektion resultiert zwar in einer heterogeneren Zielgruppe, erhöht jedoch die Anzahl potenzieller Teilnehmenden. 
Publikation: Juni 2018

Dokumente: Zusammenfassung, Vollständiger Bericht, Bericht Begleitforschung

 

 

Erneuerungscluster Top 100 mit Portfoliostrategie: Hauptprojekt, Zusatzmodule und Begleitforschung (FP-2.3.4/6-8): Die Hauptphase des Projektes zum Erneuerungscluster «Top 100» fokussierte auf die 100 grössten Immobilieneigentümerschaften in der Stadt Zürich, welche bereits über eine Portfoliostrategie mit Erneuerungs- bzw. Nachhaltigkeitszielen verfügten. Der Erneuerungscluster umfasst 21 teilnehmende Unternehmen mit einem Immobilienportfolio von rund 3'300  Gebäuden. Das Projektziel bestand darin, die teilnehmenden Unternehmen zu motivieren mit ihrer Immobilienstrategie vermehrt zu den Zielen der 2000 Watt-Gesellschaft beizutragen. Das Projekt wurde in Form einer Startveranstaltung sowie dreier Fachforen mit Plenums- und Workshop-Formaten umgesetzt. Mit den durchgeführten Veranstaltungen sowie durch bilaterale Kontakte konnte ein Netzwerk von rund 80 Personen aus Immobilienfirmen, Vertretern der Stadt Zürich sowie weiterer Wissensträger aufgebaut werden. Die Unternehmen sind bereit, betriebsinterne Anpassungen vorzunehmen, um zu den Zielen der 2000 Watt Gesellschaft beizutragen. Aufgrund des hohen Interesses wurden zwei Fortsetzungsmodule lanciert. Modul 1 schaffte und diskutierte Grundlagen für die individuelle Ausarbeitung von unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsstrategien. Modul 2 thematisierte die pragmatische Nutzung von Lebenszykluskosten-Modellen in Immobilienportfolios.
Publikation: Juni 2018

Dokumente: Zusammenfassung, Vollständiger Bericht, Dokumente zu den Fachveranstaltungen, Bericht Begleitforschung

 

 

Der Jahresbericht 2017 kann hier heruntergeladen werden.

 

 

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